Dienstag, 9. Dezember 2014

Frische Chips und Ordnung im Schreibtisch Chaos mit 5 Star.

5 Star Foldback Klammern : Verwendungszweck.

Wie beiläufig bereits gelegentlich erwähnt, ist mir maßloser Chips- und Kaffee Genuss alles andere als fremd. Im Grunde für den Leser nicht sonderlich interessant und daher auch nicht weiter erwähnenswert. Allerdings bergen beide genannten Laser ein sogenanntes Tüten Problem. In der Gestalt, das einmal geöffnete Verpackungen rasch für ein geschmackliches Verderben des Inhaltes sorgen. Sprich, die Chips vom Vorabend versprechen am nächsten Tag zumeist alles andere als einen Geschmack Orgasmus .
Zur Behebung dieses Problems habe ich in der Vergangenheit bereits mit diversen Verschlussklammern experimentiert (vgl beispielsweise : http://www.ciao.de/Maul_Brief_Klemmer__Test_9020875). Diese erfüllten ihren Zweck – das verschließen der diversen angebrochenen Tüten – zumeist wunder prächtig. Allerdings zu einem oftmals eigentlich nicht vertretbaren Preis (Küchenprofi Klammern sind unter 6 Euro / Stück kaum zu bekommen).
Auf der Suche nach einem günstigen funktionalen Äquivalent stieß ich vor einigen Wochen im hiesigen Schreibwarengeschäft auf die Klammern des Herstellers 5 Star, welche unter der Bezeichnung Foldback-Klammern feilgeboten werden.

5 Star Foldback Klammern : Beschaffenheit.

Auch diese sind in unterschiedlichen Größen und Farben erhältlich. Und zwar mit einer Größe von 1,9 cm,3,2 cm, 4,1 cm oder 5,1 cm. Selbstredend gilt auch bei diesen Verschlusshilfen die übliche je – desto Bedingung : je größer die Breite, desto größer auch die Klemmweite.
Bei der von mir erstandenen 3,2 cm Variante beträgt diese 1,3 cm. Als Farbe wählte ich schwarz. Die Klammern machen auf den ersten Blick einen recht stabilen Eindruck und sind recht leicht. Zu gefallen wissen ihre leicht abgerundeten Kanten- und Ecken. Selbst für Grobmotoriker besteht hier keine Verletzungsgefahr !

5 Star Foldback Klammern : Bezugsmöglichkeiten.
Verkauft werden die Klammern im 12er Pack und haben meinen Geldbeutel um 1,99 Euro erleichtert. Im Netz sind diese verschiedentlich noch etwas günstiger zu bekommen – bei günstigen minimal mehr als 18 Cent pro Klammer und online teils recht hohen Versandkosten entschied ich mich im Schreibwarenladen für einen direkt Zugriff. Ob dem eine gute Idee war, soll im folgenden kurz aufgezeigt werden.

5 Star Foldback Klammern : Tätigkeits Bericht.

Die Anwendung der 5 Star Klemmer unterscheidet sich in keinster Weise von der anderer Klammern. Druck auf den oberen Clip öffnet die Klammer unten. Anschließend die geöffnete Klammer auf die geöffnete Tüte gesteckt und fertig. Die Spiralfeder der Klammer weiß hier erstaunlich kräftig zuzupacken ! Als ersten Test fixierte ich einige herumliegende Briefe. Zumindest ohne den Einsatz von roher Barbaren Gewalt fast unverrutschbar und Hulk sicher zusammenhaltend ! Wohlgemerkt ohne diese in irgend einer Form zu beschädigen !!
Nächstes Testobjekt war dann eine geöffnete Kaffeeverpackung mit ca. 200 g Restgewicht, welche sich zusätzlich durch eine eher rutschige Oberfläche auszeichnet. Auch hier gab es keine Probleme zu vermelden. Die Spiralfeder verschloss auch diese Tüte zur vollsten Zufriedenheit. Ohne abzurutschen, ließ sich die Tüte an der Klammer von Schrank zu Melitta Filter tagen.
Bei der halb geleerten Chips Tüte (etwa 300 g Restgewicht und glatte Oberfläche) kam es zu einem ähnlich erfreulichen Ergebnis – bombig verschlossen.
5 Star Foldback Klammern : Zusammenfassende Kritik.

Natürlich sollte an dieser Stelle angemerkt werden, das die Klemmweite der 5 Star Klammern etwas geringer als bei den Küchenprofi Klemmern ist. Diese sind auch doppelt so breit gefertigt. Und kosten allerdings leider auch das 30fache des 5 Star Produktes, welches sowohl glatte wie auch raue Materialien dank seiner hervorragenden Spiralfeder sehr gut und Material schonend fixiert. In den wenigen Fällen, wo mir die Grundbreite nicht ausreicht, verwende ich einfach 2 Klemmer nebeneinander. 5 von 5 Punkte für die 5 Star Klemmer, welche ein hervorragendes funktionales Äquivalent für viele überteuerte Konkurrenz Produkte darstellen. Das Verschließen der Chips Tüte darf schließlich nicht teurer als die Tüte selbst sein...

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Montag, 8. Dezember 2014

Mixtape mit Maxell : 80er Rituale.

Leer Kassetten von Maxell : Verwendungszweck.

Wer seine Jugend in den in vielerlei recht seltsamen 1980er Jahren zugebracht hat, dem werden Mixtapes mit Sicherheit noch wohlbekannt sein. In mühevoller Kleinarbeit wurden hier Audiokassetten mit Musik und Tönen aus Radio, Plattenspieler oder teilweise auch Fernseher bespielt und anschließend zu bestimmten Anlässen verschenkt. Natürlich stets bedacht, in die Auswahl und Reihenfolge der überspielten Lieder eine dem Anlass angemessene Dramaturgie zu legen. Ein Mixtape an die Angebetete hatte natürlich anderes Liedgut als eine Kassette für den wannabe Punk Kollegen aus dem Jugendhaus zu enthalten.
Stetiges hin- und hergespule und wechseln von Tonträgern : in vor digitalen Zeiten war die Erstellung eines derartigen Bandes nicht mit ein paar Maus Klicks erledigt und nahm nicht selten einen gesamten verregneten Sonntag in Anspruch.
In den letzten 25 Jahren hat sich natürlich einiges verändert. Musik ist zunehmend ihrer Objekthaftigkeit beraubt worden – Audiokassetten sind fast völlig verschwunden, im Falle der klassischen CDs sieht es nicht viel besser aus – und findet oftmals fast ausschließlich in diversen Ordnern auf PC und / oder Mp3 Player statt. Das Zusammenstellen von Lieblingslied Listen geschieht inzwischen bequem per Mausklick in wenigen Augenblicken – Ordner XY auf Datenträger YX gezogen und – fertig.
Da ich allerdings immer noch (oder besser gesagt schon wieder) über eine Stereoanlage mit Tapedeck verfüge, bin ich dem alten Mixtape Gedanken von früher die letzten Jahre mehr oder weniger stetig treu geblieben. Will heißen, das einige meiner früheren Weggefährten regelmäßig unregelmäßig derartige Tapes von mir zugesandt bekommen.

Leer Kassetten von Maxell : Bezugsmöglichkeiten.

Hauptproblem bei diesem nostalgischen Steckenpferd ist allerdings das Nachkaufen von neuen Leerkassetten. In vielen Geschäften (durchaus auch großen Unterhaltung Elektronik Dealern) sind diese nämlich nicht mehr gelistet. Und wenn, dann teilweise zu äußerst horrendem Preis - 7 Euro und mehr pro bespielbarer Kassette sind teilweise keine Seltenheit . Mir deutlich zu teuer. Ich greife daher seit längerem zu den UR90 Audio Kassetten des Herstellers Maxell.
Diese werden auf der Bucht oder den Gewerkschaftsfreunden von amazon zumeist in 1er, 5er oder 10er Packung feilgeboten. Aufgrund meines doch recht hohen Verbrauchs und des optimalsten Preis / Mengenverhältnisses greife ich hier für gewöhnlich zum 10er Pack, welcher bei meinem letzten Kauf inkl. Porto mit 11,50 Euro zu Buche schlug. Nach Adam Riese also sehr günstige 1,15 Euro pro Einzel Kassette !!

Leer Kassetten von Maxell : in der Praxis.

Die Tonqualität ist trotz des Schnapper Preises als gut zu bezeichnen. Hier muss ich allerdings anmerken, das ich zumeist keine Musik mit audiophilen Klangansprüchen wie Jazz oder Klassik überspiele. In den meisten Fällen eher Punk oder Sprechgesangklassiker – und hier ist ein gelegentlich wahrnehmbares minimal Rauschen durchaus der Authentizität zuträglich.
Ein wieder bespielen der Kassetten führt gleichfalls zu keinen großartigen Qualitätseinbußen. Absolut nichts zu granteln in dieser Dimension.
Lediglich beim spulen – oder besser gesagt : schnell spulen – gibt es ganz selten kleinere Probleme. Mitunter haken die Kassetten nämlich etwas und weigern sich , weiterzulaufen oder aufzunehmen.

Leer Kassetten von Maxell : Zusammenfassende Kritik.

Ein sehr günstiger Preis trifft bei den Maxell Kassetten auf eine annehmbare Tonqualität. Ein wieder bespielen ist problemlos möglich; ganz selten kommt es zu einem kleineren haken. 4 von 5 Punkte und eine Kaufempfehlung für jeden Mixtape Freund zumindest brachialer Musikgenüsse..

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Freitag, 5. Dezember 2014

Spiele Kanon Vol.01 : 30 Jahre Tetris, die Sowjetunion und der Untergang von Atari.

Tetris und seine Rolle in der Video Spiel Geschichte.

Neben Pac Man und dem lustigen Klempner Mario gehört Tetris mit Abstand zu den in der Popkultur am häufigsten zitierten Videospielen. Selbst eine Spielfilm Adaption wird momentan ernsthaft in Erwägung gezogen. Wenig verwunderlich - Tetris ist schließlich tief im kollektiven Gedächtnis verankert. Selbst brave Bildungsbürger, welche Videospiele immer noch für ein die Jugend zutiefst verrohendes Medium halten und beim Anblick eines Joypad drei Kreuze schlagen , assoziieren bei eckigen Steinen, welche in immer schneller werdender Geschwindigkeit in ein sich füllendes Behältnis fallen, zumeist sofort besagtes 1984 in der Sowjetunion entstandene Spiel.
Trotz oder gerade wegen seines an sich simplen Spielprinzipes ist Tetris seit 30 Jahren allgegenwärtig und gehört zu den am häufigsten adaptierten Spielen überhaupt. Kein noch so modernes Smartphone oder Tablett , kein noch so Speicher schwacher 8 Bit Rechner, für welchen nicht zumindest eine Version des Puzzle Klassikers programmiert wurde. 



Nintendos Game Boy vs. Ataris Lynx.

Nicht zuletzt basiert der Erfolg von Nintendo mit seinem Game Boy zu großen Teilen auf den eckigen Steinen aus der Sowjetunion. Technisch war der Game Boy bereits zu seiner Markteinführung im Jahr 1989 veraltert. Während der direkte Mitkonkurrent Atari Lynx bereits mit beachtlich großem Farb Display, relativ guter Grafikauflösung und gleichzeitiger Darstellung von zumindest 16 Farben glänzte, kam Nintendos erste tragbare Konsole mit Mini Display und bereits damals altbackener Graustufen Darstellung daher. Und verkaufte sich Millionen fach - während das technisch weit überlegene Atari Produkt in den Regalen der Händler versauerte.
Dieser von der damaligen Fachwelt unerwartete Erfolg des Game Boy resultierte vor allem aus einem geschickten Marketingschachzug von Nintendo. Er war nämlich zumindest Anfangs nur zusammen mit dem Spiel Tetris erhältlich. Gerade eine tragbare Konsole verlangt nach Spielen mit einer relativ kurzen Spieldauer , schneller Erlernbarkeit und stetigem Wiederholung Imperativ. Tetris verkörpert diese Vorgaben in nahezu perfekter Weise.

Tetris Erfahrungen in den frühen 90er Jahren.

Als ich mir im Winter 1989 /90 meinen ersten Game Boy gönnte, war dieser über Monate mein stetiger Begleiter. Bei jedem Warten auf Bus und Bahn; jeder Freistunde in den damals eher noch verstaubten Bildungshallen des hiesigen Gymnasiums folgten selbige fast schon ritualisierten Verhaltensweisen : Game boy aus der Tasche gekramt – Tetris Modul eingelegt und Realität temporär off – der eigene Highscore will schließlich geknackt werden. So erging es damals fast jedem Jugendlichen. In seiner Verbreitung einer Epidemie nicht unähnlich, war die tragbare Nintendo Konsole mit einem Male auf jedem bundesdeutschen Schulhof allgegenwärtig. Und nicht nur hier. Ich kann mich an fast keinen sozialen Raum erinnern, an welchem ich damals nicht zumindest gelegentlich zu den rasch süchtig machenden eckigen Steinen von Bruder Iwan gegriffen habe. Die Toilette machte hier selbstmurmelnd keine Ausnahme. Wenn man so möchte, wurden durch den Game boy in Kombination mit Tetris ganze Generationen dahingehend sozialisiert, stetig ein tragbares elektronisches Unterhaltungsgerät mit sich herumzutragen. Und es fast überall auch zu benutzen. Um hier den Belästigung Grad für die durch das Gepiepse der Konsole – die Soundfähigkeiten waren bereits für damalige Verhältnisse nicht besonders - möglicherweise sich gestört fühlende Umwelt gering zu halten, warf Nintendo rasch Zubehörteile wie Kopfhörer auf den Markt. Spielen überall und jederzeit - das 8 Bit Gerät okkupierte Anfang der 90er Jahre rasch und expansiv den öffentlichen Raum. Der heutzutage beobachtbare Smartphone Wahnsinn – jeder 7 jährige bekommt Entzugserscheinungen, wenn der Handy Akku nur noch einen Strich zeigt - wäre wohl ohne Nintendos Vorreiterrolle in Form einer tragbare Tetris Droge nicht denkbar gewesen.
Tetris - sein Schöpfer.

Erfunden wurde Tetris bereits im Jahre 1984 von einem Russen. Nämlich von Alexej Paschitnow , einem Programmierer an der Akademie der Wissenschaften in Moskau. Dieser konnte auch in seiner Freizeit die Finger nicht von dem programmieren lassen – heutzutage würde er wohl als Nerd bezeichnet werden - und hatte es sich zum Ziel gesetzt, Pentamino als Computerspiel umzusetzen. Hierbei handelt es sich um ein Puzzle Spiel , bei welchem „eine rechteckige Fläche oder Fläche mit vorgegebener Form mit Platten so gefüllt werden muss, dass alle 12 Platten verwendet werden und jedes Quadrat der Fläche belegt ist“ (vgl hierzu den entsprechenden Wikipedia Eintrag) . Obwohl dem jungen Russen mit einem Elektonika 60 – der Rechenknecht verfügt über gerade einmal 8 Kilobyte Hauptspeicher- nicht gerade leistungsfähige Hardware zur Verfügung stand, wusste seine elektronische Pentamino Umsetzung sehr zu gefallen. Das Spiel verbreitete sich rasch im gesamten Ostblock; alsbald waren selbst gestandene kommunistische Bürokraten – wir bewegen uns in den Zeiten von Ostblock, kaltem Krieg und atomarer Bedrohung - vom Virus der herabfallenden Steine befallen. In vielen Amtsstuben wurde fortan mehr gezockt als dirigiert – die sich anbahnende Perestroika wurde durch Tetris zumindest erleichtert. Wer fast den gesamten Arbeitstag am Steine sortieren ist, hat zumeist keine Zeit, seine Mitbürger bis in das letzte Lebensdetail zu bespitzeln.

Tetris – das Spielprinzip.

Diese ungewollte Unterwanderung – ursprünglich verfolgte er mit der Entwicklung von Tetris keinerlei politische oder wirtschaftliche Interessen - des Staatsapparat gelang Paschitnow mit einem im Grunde relativ simplen Spiel. Es gibt insgesamt 7 Spielsteine, welche jeweils aus vier Quadraten zusammengesetzt sind. Das eigentliche Spielfeld ist zumindest in der klassischen Tetris Variante rechteckig. Die Spielsteine fallen nun in zufälliger Reihenfolge vom oberen Rand in das Spielfeld hinunter. Aufgabe des Spielers ist es nun, diese derart zu drehen und zu verschieben, das diese am unteren Rand eine horizontale und wenn möglich lückenlose Reihe bilden. In diesem Fall verschwindet sie nämlich vom Spielfeld und die darüber liegenden Reihen rücken logischerweise eins nach. Sobald allerdings auf dem Spielfeld kein Platz mehr für nachrückende Steine ist, heißt es „Game over“. Selbstmurmelnd , das die Fallgeschwindigkeit der Spielsteine im Verlauf immer mehr zunimmt und ein gleichzeitiges Verschwinden lassen mehrerer Reihen logischerweise auch mehr Punkte ergibt.

Tetris – sein Weg auf den Game Boy.

Der geneigte Leser mag sich an dieser Stelle natürlich mir Recht fragen, wie das süchtig machende Ostblock Produkt nun letztlich auf das Mini Display des japanischen Game Boy gelangte. Schließlich befinden wir uns in den Tagen des kalten Krieges; die Grenzen waren weitgehend dicht und gut bewacht ; hier kommunistische Planwirtschaft, dort darwinistischer Wall Street Kapitalismus. Das Puzzle Stück heißt hier Ungarn, welches sich trotz kommunistischer Staatsform und Ostblock Zugehörigkeit wirtschaftlich damals bereits teilweise dem Westen geöffnet hatte. Man exportierte hier nämlich teilweise recht erfolgreich Computertechnologien und Spielzeug (Zauberwürfel und ähnliche Späße). Ein Austausch mit dem Westen gehörte in Ungarn im Unterschied zu anderen Ostblockländern zur alltäglichen Geschäftspraxis. Normaler Alltag, das sich hier Einkäufer aus kapitalistischem Feindesland nach neuen Ideen und Produkten umsehen.

So auch Robert Stein, der 1986 bei einem derartigen Ungarn Besuch zufällig auf das damals im Ostblock allgegenwärtige Tetris aufmerksam wurde. Stein, als Einkäufer für Andromeda Software tätig, witterte bei dem Spiel schnell den großen Reibach. Er wollte unbedingt die weltweiten Lizenzen für das Puzzle Heroin. Stein eilte darauf hin stante pede nach Moskau, um dort mit dem Programmierer und dessen Arbeitgeber über das weitere Vorgehen zu verhandeln.
Bei seiner Anfrage am Computerzentrum der Akademie der Wissenschaften zeigte sich allerdings rasch, das hier zwei ideologisch fundamental unterschiedliche Welten aufeinandertreffen. Auf der einen Seite ein kommunistischer, von Bürokraten regierter Staatsapparat , welcher geistiges Eigentum nicht kennt – alles gehört theoretisch jedem, dem Staat praktisch aber immer alles - und mit dem Verkauf von diesem folglich auch keine Erfahrung besitzt; auf der anderen Seite ein idealtypischer , Eigennutz getriebener Kapitalist klassisch westlicher Ausprägung, welcher vorrangig an einem schnellen und sofortigen Geschäftsabschluss interessiert ist.

Kommunikative Probleme waren bei einer derartigen Konstellation quasi vorprogrammiert. Stein vertraute auf das im Westen sehr bewährte Medium Geld und versprach dem Programmierer Paschitnow und den russischen Bürokraten einen satten Vorschuß von 10000 Pfund. Diese fühlten sich allerdings aufgrund fehlender Erfahrung mit derartigen Geschäften überrumpelt und versuchten Ostblock typisch freundlich – man bekundete prinzipielles Interesse an weiteren Gesprächen - erst einmal auf Zeit zu spielen. Stein , nur noch Pfund Noten in den Augen habend, wertete die freundliche Unverbindlichkeit der Russen allerdings sofort als feste Zusage. Im festen Glauben, den Tetris Deal per mündlichem Vertrag in trockenen Tüchern zu haben, kehrte er in Goldgräber Laune heim nach England.
Und wollte hier natürlich seinen geglaubten Einkauf sofort zu Geld machen. Dies gelang ihm dann auch relativ schnell; sowohl Spectrum HoloByte als auch die Software Schmiede Mirrorsoft erstanden von Stein Lizenzen für die Puzzle Droge.
Allerdings hatte er hier die Rechnung ohne die Russen gemacht. In der sozialistischen Sowjetunion oblag die Vermarktung von heimischen Softwareprodukten einer staatlichen Firma ; der Elorg. Diese hatte trotz eisernem Vorhang von Steins unlizensierten Lizenzverkäufen rasch Wind bekommen und wiesen ihn wenig erfreut auf sein Fauxpas hin.

So leicht ließ sich Stein allerdings nicht seinen Dukaten Esel von der Weide treiben; bei einem erneuten Besuch bei Bruder Iwan gelang es ihm schließlich, die Tetris Lizenzen für Heimcomputer zu erhaschen. Heimcomputer wurden von den Russen in der Lizenzvergabe als elektronische Rechensysteme mit Tastatur definiert. Die damals sehr populären Spielautomaten – Videospiele, keine Glücksspielgeräte - und Konsolen (damals buhlten eine Vielzahl von Systemen um die Gunst des Käufers) fielen allerdings leider eindeutig nicht in diese Kategorie. Stein konnte sich zumindest Anfangs durchaus freuen ! Tetris verkaufte sich auf den diversen Heimcomputer Systemen nämlich aller bestens.

Und rief bezüglich der Konsolen Lizenz rasch verschiedene Mitbewerber auf den Plan !
Nintendo wollte das Spiel um jeden Preis für die Markteinführung des Game Boy und nahm mittels Henk Rogers von der japanischen Software Schmiede Bullet Proof Software Kontakt mit der Elorg auf.
Daneben buhlte auch die damals sehr mächtige Maxwell Dynastie um die Dukatenesel verheißende Konsolen Lizenz. Robert Maxwell und sein Sohn Kevin besaßen über ihre Firmen Mirrorsoft und Spectrum HoloByte – in beiden Fällen von Stein erworben - ja bereits die Heimcomputer Lizenzen des Spieles und verfügten zudem über ausgezeichnete Kontakte zu politischen Führungsspitze in Moskau (direkter Draht zu Gorbatschow). Siegessicher hatte Vater Maxwell daher bereits im Vorfeld Atari eine Konsolen Lizenz für Tetris zugesichert. Atari brauchte schließlich ebenfalls dringend ein Zugpferd für die geplante Lynx Handheld Konsole und ließ folglich ohne Abzuwarten eine hauseigene Konsolen Version des Spieles entwickeln.
Schließlich war natürlich auch Stein selbst von der Idee beseelt, auch die Vermarktungsrechte für die Konsolen- und Automatenversion zu erhaschen.

Die Elorg erwies sich dann aber als härterer Verhandlungspartner, als es sich die westlichen Software Kapitalisten in ihren Goldgräber Träumen hätten ausmalen können. Es kam im folgenden zu einer spieltheoretisch sehr interessanten Konstellation – alle Parteien wurden nämlich ohne voneinander zu wissen zeitgleich zu Lizenz Verhandlungen nach Russland beordert.
Mit einem eher unerwarteten Ausgang. Stein, der bei den Russen durch seine unbefugten Lizenzvergaben in Ungnade gefallen war, ging zumindest + / - 0 aus dem Geschäft hinaus. Er behielt zwar nach wie vor eine Tetris Lizenz für Rechnersysteme mit Tastatur (PC und Heimcomputer); Konsolen Rechte erhielt er jedoch keine.
Eben so wenig die Maxwell Familie. Superreich arrogant auftretend, konnten sie damals bei den Russen keine Sympathiepunkte gewinnen und verließen mit leeren Händen Moskau. Mit vernichtendem Ergebnis für Atari. Finanziell bereits angeschlagen, stand man im folgenden ohne Tetris da ! Bereits hergestellte Module mussten wieder einmal (vgl das E.T. Desaster Anfang der 80er Jahre) vernichtet werden; riesige Entwicklungskosten waren an die Wand gefahren. Fortan befand sich Atari mit einem Bein im finanziellen Grab – zum Teil dank Tetris !
Henk Rogers und Nintendo gingen als klare Sieger aus den Verhandlungen. Rogers wusste nämlich, wie man die Russen anzupacken hatte. Es gelang ihm , über das gemeinsame Steckenpferd Videospiele ein freundschaftliches Verhältnis mit dem Programmierer Paschitnow aufzubauen. Kein Fehler, den Rogers und Nintendo erhielten schließlich bis zum Jahr 1995 die Tetris Lizenz für Konsolen.

Tetris auf dem Game Boy – grafische Darstellung.

Damit verfügte Nintendo über das perfekte Spiel für seine Game Boy Einführung.Grafisch erwies sich dieses dann als eher unspektakulär. Kein Wunder bei den lediglich vier Grautönen, welche die 8 Bit Konsole bestenfalls gleichzeitig darstellen kann. Für ein Spiel wie Tetris ist die grafische Präsentation aber völlig ausreichend ! Die Spielsteine sind klar und deutlich zu erkennen; auch bei längerem Spielen ist die Darstellung durchaus Augen schonend. Das Spielgeschehen ist schön kontrastreich und übersichtlich dargestellt. Das Herunterfallen der Spielsteine ist recht ruckelfrei gelöst. Dies gilt auch weitgehend in den höheren Spielabschnitten. Hier fallen die Spielsteine teilweise in einem beachtlich hohen Tempo auf den Boden des Spielfeldes.

Tetris auf dem Game Boy – Steuerung.

Die Steuerung der Spielsteine ist in der Game Boy Classic Variante sehr gut gelungen und intuitiv zu bedienen. Das Steuerkreuz dient dazu, die Steine nach rechts- oder links zu bewegen. Mit der A und B Taste werden die Steine um 45 Grad nach rechts oder links gedreht. Wichtig beim Spielen unterwegs : die Start Taste pausiert das Spiel.

Tetris auf dem Game Boy – Spiel Modi.

Die Ur Tetris Version von Paschitnow wurde auf dem Game Boy bezüglich der zur Verfügung gestellten Spielmodi natürlich etwas erweitert und bezüglich den Erfordernissen der tragbaren Konsole angepasst.
Der Game Boy Classic kann mittels eines Link Kabels mit einem anderen Game Boy vernetzt werden. Somit war es bereits 1989 möglich, das zwei Spieler – sofern regional nicht allzu weit voneinander getrennt. Das Kabel war ist nicht sonderlich lang - gegeneinander spielen. Dieser Multi Player Modus ist zwar im Grunde recht simpel gestrickt. Beide Spieler spielen auf ihrer per Link Kabel vernetzten Konsole Tetris in der klassischen Variante. Die Tatsache allerdings, das jede eigene abgebaute Reihe als unvollständige auf das Spielfeld des Gegners gesendet werden kann, macht diesen Modus zu einer perfiden Teufelei ! Wie oft hat mich damals eine derartige Multi Player Partie Tetris gegen meine Kumpels an den Rand der Raserei gebracht !

Ansonsten gibt es zwei Einzelspieler Modi, welche schlicht und wenig kreativ A und B Modus genannt werden.
Im ersten Fall (A Modus) gilt es , bei wachsender Fallgeschwindigkeit der Steine, möglichst lange geschlossene Reihen zu bilden und im Spiel zu bleiben. Der Spieler kann hier zu Beginn zwischen 10 verschiedenen Startgeschwindigkeiten wählen. Auch hier gilt die alte Zocker Weisheit : je höher die Geschwindigkeit der Spielsteine, desto mehr Punkte werden dem Spieler gutgeschrieben.
Der B Modus beinhaltet eine kleine Abwandlung des klassischen Tetris Spieles. Hier sind nämlich bereits zu Beginn einer Partie verschiedene Spielsteine auf dem Spielfeld platziert. Diese gilt es dann zu kompletten Reihen ergänzt zum Verschwinden zu bekommen.

Tetris auf dem Game Boy – das Problem mit der High Score Liste.

Tetris auf dem Game Boy ist natürlich vor allem ein Highscore Spiel. Man ist stetig versucht, seine eigene Leistung zu übertreffen. Das Modul verfügt daher natürlich selbstredend über eine Bestenliste. Nur leider wird diese beim Ausschalten der Konsole nicht gespeichert. Der Game Boy in seiner Ur Version von 1989 verfügte nämlich noch über keinen Batterienspeicher. Kleine Schlamperei von Nintendo damals ! Gerade, wenn man ein Spiel wie Tetris als Zugpferd für die Konsole auswählt.

Tetris auf dem Game Boy – musikalische Untermalung.

Die musikalische Untermalung ist auch für damalige Verhältnisse nicht weiter erwähnenswert. 3 ganz nett anzuhörende Melodien trällern auf dem nicht gerade als Soundwunder bekanntem Game Boy Classic während des Spieles im Hintergrund. Natürlich machen auch die herabfallenden Spielsteine mitunter ein paar lustig anzuhörende Geräusche. Zumindest Anfangs. Allerdings damals wie heute : mich beginnt die musikalische Untermalung des Spieles relativ bald zu nerven. Wenn ich heutzutage sporadisch meinen alten Game Boy für eine Partie Tetris aus der Vitrine krame, schalte ich die Sound Untermalung zumeist komplett ab.

Tetris in der Game Boy Variante selbst zocken.

Wer Tetris in der klassischen Game Boy Variante nun einmal selbst gerne zocken möchte und keinen Game Boy mehr zuhause herumliegen hat, kann dies unter http://game-oldies.com/play-online/tetris-nintendo-game-boy jederzeit kostenlos erledigen. Die Emulation entspricht hier dem Original weitgehend. Lediglich auf das vom Game Boy gewohnte Steuerkreuz und den 2 Spieler Modus muss man natürlich verzichten. Gesteuert werden die herabfallenden Steine per PC Tastatur – was in der spielerischen Praxis problemlos und intuitiv von statten geht.
Wer aus nostalgischen Gründen erwägt, auf dem Gebrauchtmarkt einen Game Boy Classic samt Tetris Modul zu erstehen, muss inzwischen bereits etwas tiefer in die Tasche greifen. Was vor einigen Jahren auf fast jedem Flohmarkt für ein paar wenige Euro zu erstehen war, kostet im Zuge der momentanen Retro Welle je nach Anbieter zumeist zwischen 50 Euro bis 80 Euro.

Tetris in der Game Boy Variante – Zusammenfassende Würdigung.

Tetris in Kombination mit dem Game Boy ist als direkter Wegbereiter des heutzutage alle Ortens zu beobachtbaren Mobile End Geräte Wahnsinn zu werten. Mit seiner recht klobigen 8 Bit Konsole hat Nintendo nämlich bereits ab 1989 ganze Generationen daran gewöhnt, wie schicklich und am Puls von Hure Zeitgeist es ist, stetig einen mobilen Rechenknecht mit sich herumzutragen.
Tetris ist ein Stück geronnener Zeitgeschichte par excellence und eignet sich hervorragend zur Darstellung und Illustrierung der damaligen Ost West Beziehungen. Samt der in beiden Machtblöcken beobachtbaren pervertierten Sozial Typen. Hier der Appartschnik , dort der lediglich seinem Eigenwohl verpflichtete Goldgräber Kapitalist Marke Stein. Wenn Tetris tatsächlich verfilmt werden sollte – sein Entstehungs- und Lizenzierungs Prozess wäre wohl vortrefflich geeignet !
Natürlich ist Tetris vor allem auch ein vortreffliches und zeitloses Spiel. Wenn auch die grafische und musikalische Präsentation auf dem Game Boy damals wie heute bestenfalls angemessen – mehr ist mit 4 Graustufen wohl auch nicht machbar. Und letztlich auch nicht notwendig. - erscheint, besitzt es doch einen ungeheuerlichen Suchtfaktor. Welcher von keinem mir bekannten Spiel seither auch nur annähernd erreicht wurde. Selbstredend 5 von 5 Punkte für diesen Jahrtausend Klassiker !

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Montag, 1. Dezember 2014

Kraftvoll klammernde Musterbeutel Klammern.

Hansa Musterbeutel Klammern : Verwendungszweck.

Wie verschiedentlich bereits erwähnt, verkaufe ich des öfteren doppelte Exemplare meiner doch recht umfangreichen Comics, Bücher und Romanheft Sammlung über das Medium Internet. Um hier Porto zu sparen versende ich die Druckwerke - sofern sie unter 1 kg. wiegen - bevorzugt per Büchersendung. Hierbei handelt es sich um eine Versandart der deutschen Post, welche sich einerseits durch einen vergünstigten Portosatz auszeichnet, andererseits aber auch bestimmten formalen Kriterien genügen muss :
  1. selbstmurmelnd muss es sich bei dem zu versendenden Gut um ein Druckerzeugnis handeln.
  2. Oberhalb der Empfänger Anschrift muss deutlich lesbar der Vermerk „Büchersendung“ angebracht werden.
  3. Der wichtigste Punkt wie immer zum Schluss : die Sendung muss von der Post zu Prüfzwecken geöffnet werden können. Es muss also gewährleistet sein, das sich diese zerstörungsfrei öffnen und wieder verschließen lässt. Büchersendungen unterliegen nämlich nicht dem Postgeheimnis und dürfen zu Prüfungszwecken jederzeit geöffnet werden.

Bei Punkt 3) kommen dann auch Musterbeutelklammern in das Spiel. Der Umschlag wird bei einer Büchersendung nämlich nicht zugeklebt – er wird lediglich mit einer solchen Klammer verschlossen. Hierzu bohre ich vorsichtig mit einer Nagelschere in die Umschlagoberseite ein kleines Loch und führe durch dieses eine der Klammern – diese umgebogen – und schon ist der Umschlag verschlossen.
Da mein Vorrat an Musterbeutel Klammern letzten Monat zu Ende ging und ich dringend einiges an 70er Jahre Horror Romanheften (Dr Morton und Konsorten) zu versenden hatte, griff ich im hiesigen Schreibwarenladen in einem Spontan Kauf zu einem 100er Pack solcher Büchersendung Verschlusshilfen des Herstellers Hansa Werke. Mit einem bezahlten Preis von 2,49 Euro bewegen sich die Klammern im gesunden Mittelfeld. Direkt auf der Post wird einem für einen derartigen Artikel zumeist deutlich kräftiger am Geldbeutel gemolken. Im 1 Euro Laden hingegen wird eine 100er Packung Musterbeutel Klammern oftmals für deutlich unter 2 Euro feilgeboten.

Hansa Musterbeutel Klammern : Beschaffenheit + Einsatzbericht.

Sich preislich im gesunden Mittelgeld befindend, können die Klammern qualitativ durchaus überzeugen. Mit einer Länge von 1,6 cm und einem Kopfdurchmesser – welcher bei den Hansa Klammern sehr flach konstruiert wurde - von 1,2 cm sind sie lang genug gebaut, um den jeweiligen Umschlag sicher, dauerhaft und nachhaltig zu verschließen. Gerade der sehr flache Kopf erweist sich in der Praxis als sehr segensreich. Im Gegensatz zu Rundköpfen rutscht dieser nämlich nicht so leicht durch die im Umschlag vorgebohrten Löcher. Welch Alptraum eines jeden Druckwarenversenders, wenn der Umschlag komplett offen und leer beim Kunden ankommt ! Derartige Gefahr ist bei dem Hansa Werke Produkt auch aufgrund des relativ breiten Kopfes recht gering. Meine Sendungen waren zumindest auf dem Weg zur Post bomben fest verschlossen – diese Klammern verschließen wahrlich ausgezeichnet ! Und halten gleichfalls den Strapazen des Postweges spielend stand. Wie mir Rückfragen bei einem befreundeten Sammler bestätigten, kamen alle meine an ihn mittels der Hansa Werke verschlossenen Klammern versendeten Sendungen vortrefflich und gänzlich unbeschädigt an.

Hansa Musterbeutel Klammern : Material.

Die Klammern bestehen aus Metall und sind mit einer Messing Legierung überzogen. Farblich sind sie golden. Die Kanten sind leicht abgerundet. Komplette Verletzungsentwarnung – im Vergleich zu einigen Billigheimer Klammern gibt es hier absolut keine scharfen Kanten zu begranteln.

Hansa Musterbeutel Klammern : Stabilität.

Die Stabilität der Klammern ist vorzüglich. Obwohl das Auf- und Zu biegen der Klammern absolut problemlos und leichtgängig von statten geht, braucht es schon Brachial Gewalt, um die Klammern zum Brechen zu bekommen ! Erfreulicher Umkehrschluss für jeden Sparfroh – der Artikel ist selbstmurmelnd wiederverwertbar.

Hansa Musterbeutel Klammern : Zusammenfassende Kritik.

Die Hansa Werke Klammern bewegen sich auf einem mittleren Preisniveau, sind sehr stabil und verletzungs schonend konstruiert und rutschen dank ihres flachen Kopfes nicht unfreiwillig durch das vor gebohrte Loch. 4 von 5 Punkte und durchaus eine Kaufempfehlung...

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Freitag, 28. November 2014

Gabeln aus Plastik lösen das Rentenproblem nachhaltig.

Pappstar Plastik Gabeln : Verwendungszweck

Das ich lange Jahre mit der Veranstaltung von Trödelmärkten mein Einkommen bestritten hatte, dürfte bei regelmäßigen Lesern meiner Berichte inzwischen wohl den Status einer wohlbekannten Litanei haben. Neben der eigentlichen Standmiete war und ist in diesem Geschäft der Verkauf von Getränken und Grillgut eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle. Bei letzterem konzentrierte ich mich zumeist auf Grillwürste und Steaks. Während sich gegrillte Würste zur Not auch ohne Besteck nur mit Serviette und Brötchen verkaufen lassen – neudeutsch wohl eine Wurst to go - , verlangen Steaks fast zwingend den Einsatz von Gabel und Messer.
Obwohl diesbezüglich eine Lösung mit Spülmobil und wiederverwendbarem Geschirr mit Sicherheit am Umwelt verträglichsten gewesen wäre, griff ich hier aus Kostengründen fast immer zu Einweg Gabeln aus Plastik. Und zwar in den allermeisten Fällen zu denen aus dem Hause Pappstar.

Pappstar Plastik Gabeln : Aussehen und Einsatzbericht.

Angeboten werden diese kleinen Umwelt Sünder typischerweise im 100er Pack, welcher ohne größeren Verpackung Schnick Schnack im Regal des Großhändlers auf seinen nächsten Planet Erde Vermüllungs Einsatz wartet. Will heißen, die Gabeln sind lediglich in einem durchsichtigen , gleichwohl stabilem Plastik Sack mit unscheinbaren schwarz weiß Etikett verpackt.
Die komplett aus Kunststoff gefertigten weißen Gabeln bringen es laut Kollege Zollstock auf 16,5 cm und weisen an der Oberseite wie zu erwarten vier Zinken auf. Diese sind leider oder zum Glück nicht sonderlich spitz und stabil. Als Mordwaffe daher gänzlich ungeeignet, ergeben sich mitunter leider auch Probleme beim Aufspiesen und anschließendem zum Mund führen von etwas härterem Fleisch wie Steaks und ähnlichem. Im harmloseren Falle rutscht das Tierleichenteil aufgrund der eher stumpfen Zinken nur von der Gabel. Gelegentlich brechen diese aber auch komplett ab. Bei eher „weichen“ Lebensmitteln wie Würsten oder Salaten ist der Einsatz der Pappstar Gabeln natürlich selbstmurmelnd unbedenklich. Gerade hinsichtlich härteren Fleischsorten wären stabilere Zinken allerdings durchaus segensreich.

Pappstar Plastik Gabeln : Abfall Problematik.

Nach Einmal Gebrauch wanderten die Gabeln auf direktem Wege und ohne weitere Reinigung in den gelben Sack. Bei stärker frequentieren Märkten war hier im Umkehrschluss des abends leider auch ein beachtlicher Müllberg zu beweinen. Sprich : Langfristig gedacht, ist zumindest im Veranstaltungsbereich der Einsatz von derartigem Plastikgeschirr – trotz aller kurzfristigen Kostenersparnis - nicht zu vertreten.

Pappstar Plastik Gabeln : Bezugsmöglichkeiten.

Gekauft habe ich die Gabeln zumeist im hiesigen Großmarkt und für den 100er Pack inkl. Mehrwertsteuer günstige 1,99 Euro bezahlt. Natürlich können die Plastikgabeln auch von nicht Gewerbetreibenden in vielen Supermärkten oder Baumärkten problemlos erstanden werden. Der 100er Pack kostet hier zumeist zwischen 2 Euro und 3 Euro. Mitunter habe ich die Plastik Gabeln im Supermarkt auch in einer kleineren Privathaushalts freundlicheren Verpackungseinheit (20er) gesehen. Allerdings dann zu einem etwas höheren Stückpreis.

Pappstar Plastik Gabeln : Zusammenfassende Kritik.

Die Pappstar Gabeln sind sehr günstig im Preis , nicht besonders stabil gefertigt und sicherlich nicht gerade die besten Freunde unserer Umwelt. Gleichwohl helfen sie gerade im Veranstaltungsbereich Zeit und (kurzfristig) Kosten zu sparen. 3 von 5 Punkte und langfristig gedacht – keine Kaufempfehlung...

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Mittwoch, 26. November 2014

Sparen im heimischen Büro 01 : Ordner Etiketten.

Zweckform Ordner Etiketten : Verwendungszweck.

Wie verschiedentlich bereits erwähnt, besteht eine meiner doch recht zeitraubenden Freizeitaktivitäten in meiner ehrenamtlichen Betreuer Tätigkeit. Da derartiges Tun von Vater Staat nicht gerade fürstlich entlohnt wird und mit einem nicht unerheblichen administrativen Aufwand verbunden ist, versuche ich gerade bei Büromaterialien zu sparen. Beispielsweise greife ich bei Ordnern gerne auf gebrauchte Exemplare vom Wertstoffhof und / oder Flohmarkt zurück. Derartige oftmals kostenlose gebraucht Exemplare sind allerdings oftmals mit einem nicht unerheblichen Nachteil behaftet. Nämlich einem vom Vorbesitzer bereits beschrifteten Ordnerrücken.
Aus alt mach neu – um diese optisch wieder auf Vordermann zu bekommen, habe ich mich vor einigen Wochen mit einer Packung Ordner Etiketten der Firma Avery Zweckform bevorratet.

Für die 30 (der Artikel ist alternativ in einer 60 und 75er Verpackung erhältlich) in einem recht intensivem gelb gehaltenen Etiketten bat mich der hiesige Schreibwarendealer mit 7,99 Euro zur Kasse. Etwa 27 Cent pro neuem Ordnerrücken erschien mir durchaus erschwinglich; gelb eine gut erkennbare Signalfarbe – logische Folge war ein nicht weiter reflektierter spontan Kauf. Ob dem tatsächlich eine gute Idee war, soll im folgenden kurz erörtert werden.

Zweckform Ordner Etiketten : Aussehen.

Geliefert werden die neuen Ordner Rücken in einer recht stabilen Box aus Karton. Selbst bei liederlichster Lagerung im Geschäft sollten die Etiketten also gänzlich knick frei beim Endkunden angelangen. Enthalten sind in der Verpackung 10 Blätter, welche jeweils 3 Etiketten enthalten.

Ein einzelnes Etikett ist 29,7 cm hoch und 6,1 cm breit. Sie sind daher ausschließlich zum Bekleben breiter A4 Ordner geeignet. Bei diesen wird dann auch der Ordner Rücken weiträumig abgedeckt. Natürlich wurde von Zweckform auch an das obligatorische Griffloch gedacht. Nämlich in Form einer vorgestanzten Aussparung, welche sich nach hoffentlich erfolgreichem Bedrucken mit wenig Geschick problemlos entfernen lässt.

Zweckform Ordner Etiketten : Bedrucken.

Zum Bedrucken der Etiketten habe ich zum einen einen Tintenstrahldrucker der Marke HP und zum anderen einen schwarz weiß Laserdrucker älterer Bauart verwendet. In beiden Fällen mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen. Ohne zu murren ließ sich das Papier in den Drucker einziehen; das Druckergebnis war sehr gut lesbar. Ein Verschmieren war in dem Tintenstrahl Fall in keinster Weise zu erkennen. Ein probehalber durchgeführtes Beschriften von Hand mit einem handelsüblichen blauen Kugelschreiber führte gleichfalls zu einem sehr gut lesbaren und unverschmierten Ergebnis. Nichts zu granteln in der Dimension Beschriftung !! Sehr löblich auch, das der Hersteller auf seiner Homepage www.avery-zweckform.eu verschiedene intuitiv zu bedienende Vorlagen (word etc) zum Bedrucken der Etiketten bereitstellt.

Zweckform Ordner Etiketten : Deckkraft.

Sie überdecken alte , bereits bedruckte Ordnerrücken hervorragend ! Im Vergleich zu vielen billig Etiketten dubioser Herkunft und Produktionsbedingungen schimmert bei dem Zweckform Produkt garantiert nichts durch. Sie sind zu 100 % blickdicht – auch in dieser Dimension ein untadeliges Ergebnis.

Zweckform Ordner Etiketten : Klebektaft.

Das Ablösen der Etiketten vom Bogen ist gleichfalls problemlos und ohne größere Fitzeleien zu bewerkstelligen. Gleiches gilt für das Bekleben der Orderrücken. Ohne Luftblasen oder ähnliches Malheur kleben sie dort, wo sie kleben sollen. Nämlich an dem zumeist bereits beschrifteten Rücken. Also eitel Sonnenschein im Zweckform Ordnerrücken Land ? Nicht ganz, den die Klebekraft der grell gelben Orderfreunde lässt doch a biserl zu wünschen übrig. Nicht selten nämlich, das sie sich quasi von Geisterhand wieder vom Rücken zumindest teilweise wieder ablösen. Zwar kein wirkliches Weltdrama, da sie sich mit etwas Handauflegen natürlich rasch wieder befestigen lassen. Allerdings mitunter doch etwas ärgerlich, da im Büroregal das einheitliche Erscheinungsbild der aufbewahrten Ordner etwas gestört wird. Kaum ist das eine Rückenschild wieder gänzlich befestigt, löst sich ein anderes !

Zweckform Ordner Etiketten : Zusammenfassende Kritik.

4 von 5 Punkte sind für die Zweckform Etiketten ein angemessenes Urteil. Akzeptabel im Preis zeichnet sich das Produkt durch eine ausgezeichnete Beschreibbarkeit aus. Egal, ob von Hand, mit Tintenstrahl- oder Laserdrucker : das Schriftbild ist in allen Fällen ausgezeichnet klar. Zu gefallen weiß auch die sehr gut erkennbare gelbe Farbe. Ebenfalls ihre gute „Abdeckkraft“. Von den Vorbesitzer Etiketten ist nicht mehr das geringste zu erkennen ! Lediglich die nicht ganz optimale Klebekraft gibt Grund zu einem kleinen Abzug. Gleichwohl eine Kaufempfehlung für jeden gebraucht Ordner Restaurateur.

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Mittwoch, 19. November 2014

Die Herlitz Sammelmappe sammelt seltene Stiche.

A3 Sammelmappe von Herlitz : Verwendungszweck.

Das ich am Wochenendes des öfteren als Markt Bestücker auf Floh - und Antik Märkten im süddeutschen Raum zu gegegen bin, dürfte regelmäßigen Lesern meiner Berichte nun wahrlich kein Geheimnis sein. Mein Warenangebot variiert hier etwas mit der Güte des zu erwartenden Publikums : kaufkräftige Menschen verdienen hochwertige und mitunter auch teure Sammelgegenstände. Zu besonders umsatzstarken Märkten präsentiere ich auf dem Verkaufstisch zumeist auch eine Auswahl von Kupferstichen des 18. und 19. Jahrhunderts. Damit diese Blätter – zumeist in den Formaten A3 bis A5 - beim Transport und vor allem der Präsentation etwas geschützt sind, bewahre ich diese seit Jahren in Sammelmappen der Firma Herlitz im Format A3 auf.

A3 Sammelmappe von Herlitz : Größe.

Diese sind laut Kollege Zollstock 31,3 cm breit und 43,7 cm hoch - also geringfügig größer als A3 (27,7 cm x 42,0 cm). Logische Folge, das alle meine Stiche von ihrer Größe bequem und mit Luft nach oben in der Mappe Platz finden.

A3 Sammelmappe von Herlitz : Material.

Gefertigt ist die Sammelmappe aus stabilem und dickerem Hochglanzkarton. Das Attribut stabil ist hier wahrlich zutreffend, den bei normalem Umgang ist der Kupferstich Behälter sehr knick sicher. Sehr zufrieden in dieser Dimension, den ich habe durchaus bereits einige Billig Mappen erlebt, welche aufgrund ihres dünnen Materials wahrlich keinen Knick Schutz für die eigentlich zu schützenden Papiere boten.

A3 Sammelmappe von Herlitz : Aufbewahrung der Blätter.

Selbstverständlich können meine Stiche ohne Lochung in der Mappe aufbewahrt werden. An der Ober-, Unter und rechten Seite sind Klappen aus Pappe angebracht, welche dafür sorgen, das kein Blatt aus der Mappe fällt. Geschlossen wird das gute Stück mittels eines recht kräftigen und durchgehendem Gummiband, welches senkrecht auf der rechten Seite über die gesamte Mappe verläuft. Dieses leiert zwar im Laufe der Zeit – meine momentane Mappe hat bereits 2 Jahre auf dem Buckel – etwas aus, erfüllt ihren Zweck allerdings insgesamt hervorragend. Zumindest bis jetzt kam die Mappe stets gut verschlossen an ihrem Bestimmungsort an.

A3 Sammelmappe von Herlitz : Gestaltung.

Die Mappen sind in den Farben rot, gelb oder blau erhältlich. Jeweils sehr intensive und fast schon leuchtende Farbtöne, welche bereits aus einiger Entfernung gut wahrnehmbar sind. Sie sind einfarbig und kommen glücklicherweise ohne Landschafts, Kinder oder Tier Aufdrucke aus. Für meinen Zweck optimal, den Kupferstiche in einer Mappe mit Welpen Antlitz wäre wahrscheinlich für den eigentlich kauf interessierten Oberstudienrat im Rentenalter ein Grund, naserümpfend am Stand vorbeizugehen. Derartige Ware ist dezent zu präsentieren. Und dies gelingt mit der Herlitz Sammelmappe weitgehend mit Bravur. Bis auf ein vierzeiliges Beschriftungs Feld rechts unten wird der Betrachter der Mappe lediglich durch ein kleines Herlitz Logo auf der Vorderseite abgelenkt.

A3 Sammelmappe von Herlitz : Bezugsmöglichkeiten.

Gekauft habe ich die Mappe im Schreibwarenladen vor Ort und 3,99 Euro bezahlt. Im Internet mag das Produkt auf den ersten Blick günstiger zu erstehen sein (beispielsweise 2,90 Euro in der Bucht) – rechnet man allerdings die anfallenden Versandkosten (je nach Anbieter bis zu 5,90 Euro) hinzu, relativiert sich die geglaubte Ersparnis schnell. Ein Artikel, welchen man daher am besten im Einzelhandel vor Ort ersteht. Hier sollte die Mappe problemlos in besser ausgestatteten Büro Schreibwaren oder Drogerie Märkten in der Preisklasse zwischen 3 Euro bis 5 Euro zu erstehen sein. Herlitz ist schließlich flächendeckend gelistet. Und natürlich merklich teurer als einige Mitkonkurrenten.

A3 Sammelmappe von Herlitz : Zusammenfassende Kritik.

Im Gegenzug erhält man allerdings auch eine sehr stabile und hochwertige Sammelmappe. Der verwendete Karton ist sehr knick sicher und das Gummiband äußerst reißfest. Die drei Klappen sorgen für einen perfekten Schutz der enthaltenen Blätter. Gerade für meinen Zweck – Präsentation von Kupferstichen – weiß die dezente einfarbige Optik sehr zu gefallen. Bis auf den nicht ganz günstigen Preis nichts zu granteln und volle Kaufempfehlung bei 4 von 5 Punkten...

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